Regimentsmusikkapelle Zell am Ziller

Immer an vorderster Front seit Bestehen des Regimentes Zillertal 1908 bei den Ausrückungen: die Bundesmusikkapelle Zell am Ziller!
Sie ist seit über 100 Jahren unsere Regimentsmusikkapelle und bei jedem Regimentstreffen ein fixer und unverzichtbarer Bestandteil. Auch bei anderen Ausrückungen, die das Regiment bestreitet, ist die Musikkapelle Zell in Absprache mit dabei.
Aus der Homepage der BMK Zell am Ziller:
"1889 trug die Kapelle erstmals eine einfache Zillertaler Tracht, (Hut, Rock, Ranzen) und seit 1898 die Zillertaler Nationaltracht in der heutigen Form. 1909 Teilnahme als Regimentsmusik des Zillertaler Schützenregiments bei der Jahrhundertfeier “Tirol 1809″ in Innsbruck. Seither ist die Zeller Musik auch Zillertaler Regimentsmusik."

Ein besonderes Konzert war die Aufführung "Unter den Flügeln des Adlers" beim Regimentstreffen 2019 am Dorfplatz in Kaltenbach im Zillertal - gemeinsam mit der Schützenkompanie Ried-Kaltenbach.
Auszug aus der Festschrift 100 Jahre Schützenregiment Zillertal.
Am 29. August 1909 war die Jahrhundertfeier „Tiroler Freiheitskampf 1809 – 1909“
Durch verschiedenes, das über die Bildung eines Zillertaler Regimentes durch die Zeitungen in Stadt und Land ins Volk gedrungen war, war alles neugierig, ob und wie die Zillertaler ihr Versprechen, ein Schützenregiment in gleicher Tracht, etwas noch nie gewesenes, zu stellen, auch zu halten imstande seien, oder ob das ganze nur ein Phantasiebild sei. Man verhoffte sich zum mindesten etwas ganz Außergewöhnliches. Als daher die Regimentsstandarte mit der Aufschrift „Zillertaler Schützenregiment" mit dem Regimentsstab den Zug der Zillertaler eröffnete, war alles gespannt, was doch diese Zillertaler etwa aufführen würden und betrachtete mit Neugier diese eigenartige Spitze der Kolonne, den hünenhaften Fähnrich, die fesche Marketenderin, den rüstigen Regimentskommandanten mit wellenden Straußenfedern, den ehrwürdigen Feldkaplan und die strammen, flinken Adjutanten. Die folgende Grenadiergruppe der Tuxer mit ihren martialischen Gestalten, in einer ganz eigenartig altehrwürdigen und doch die Grundzüge der heutigen schon enthaltenen Tracht, wurde allseits angestaunt und aufs herzlichste begrüßt. Wie aber dann die 100 Mann starke Regimentsmusik in der flotten kurzen Zillertalertracht in nie gehörter dröhnender Kraft und dennoch mit harmonischem Klang ihre schneidigen Märsche spielend einhermarschierte, kannte der Jubel und die Begeisterung der Schützen und unzähligen Zuschauer aus nah und fern keine Grenzen mehr und es regnete Blumen und Kränze von allen Seiten. „Zillertaler hoch ! Bravo ! Spielt´s, spielt´s !" schrie alles von den Fenstern und vom Zuschauerspalier. Die Regimentsmusik tat, was sie konnte und mit ihr abwechselnd die hinten nachfolgende Bataillonsmusik von Oberzillertal und die vorausmarschierende Tuxermusik.
Die Zillertaler Regimentsmusik mit 99 Mann unter der Leitung des Kapellmeisters Ferdinand Hechl in Zell; voran ein reckenhafter Regimentstambour, Franz Haun, k. u. k. Kanzleioffiziant in Zell, an der Seite drei fesche sangeslustige Marketenderinnen und ein junger Standartenträger. Die Musik war in der schon 1809 fast in gleichem Schnitt getragenen, landesbekannten, den einzelnen Mann, wie besonders ganze Abteilungen prächtig kleidenden Zillertalertracht mit großem Spitzhut mit Goldquasten und Hahnfeder, grauem Lodenrock ohne Knöpfe, rotem bortenbesetztem Brustfleck, schwarzer, kurzer Hose, weißen Strümpfen und Bergschuhen bekleidet.